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Gute Qualität für ein gutes Ranking

In welche Richtung wird SEO gehen?

Das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Inzwischen gehört es für Unternehmen nicht nur mehr zum „guten Ton“, einen eigenen Internet-Auftritt zu haben. Auch privat wird die Frage nach einer Präsenz im Internet immer bedeutender – mit Sicherheit wurdest Du auch schon mal nach Deiner Facebook oder Googe+ Seite gefragt.

Aber nicht nur in der Nutzung hat sich das World Wide Web stark verändert, auch das Organisieren und Schaffen einer Internet-Seite, also Webdesign und SEO (Suchmaschinenoptimierung) haben sich in den letzten Jahren vor allem dank dem Suchmaschinen-Riesen Google enorm schnell weiter entwickelt. Es stellt sich also durchaus die berechtige Frage für alle Webmaster und Seitenbetreiber „wo wird diese Reise denn eigentlich hinführen?“

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Sprungmarken:

SEO bis heute

Was waren das noch für Zeiten vor 10 bis 15 Jahren: suchmaschinenoptimierter Text in kleiner Schrift in derselben Farbe wie der Seitenhintergrund, also nicht lesbar für den Nutzer, aber für den Bot der Suchmaschine. Wenn Du das heute auf einer alten Domain, die Du aufgeben willst, testen willst, kannst Du fast zusehen, wie schnell Deine Seite aus dem Index der Suchmaschinen verschwindet.

Spätestens seit Google Panda, Farmer und Penguin für die globalen Webseiten und mit Google Venice für die regional optimierten Webseiten ist Schluss mit all diesen „SEO-Techniken“. Und um zu verstehen, wo der Weg mit SEO in der Zukunft hinführen wird, solltest Du Dich am besten mit der Vergangenheit auseinandersetzen: warum hat Google dies und jenes gemacht, weshalb ist es überhaupt so wichtig, auf Google zu hören?

Do you Yahoo?!

Do you Yahoo!? Das war lange Zeit die weitverbreitete Werbung im Fernsehen der Suchmaschine Yahoo. Das waren Zeiten, in denen die Suchmaschine hinter dem Webverzeichnis keine geringerer war, als die heute übermächtige Google-Maschinerie. Schon damals haben die Macher hinter Google immer wieder betont, dass das Ziel eine hohe Qualität in den Suchmaschinenergebnissen, den SERPS, ist. Nur hatte Google damals noch keinen Einfluss – heute beträgt der Marktanteil zwischen 80 und 90 Prozent (international bzw. national).

Backlink-Wahn

So kam es auch zu dem Backlink-Wahn der letzten Jahre. Google hatte eine geniale wie auch einfache Idee: jemand, der ein Restaurant empfiehlt, hat bei seinen Freunden einen höheren Stellenwert als jede bezahlte Werbung, oder?

Dieses Prinzip hat oder wollte Google mit den Backlinks ins Internet übernehmen. Dummerweise hat der Konzern aber auch den Pagerank eingeführt. Und mit dieser Einführung hatte sich Google selbst ein Ei gelegt. Die Link-Power, die eine Seite erreichen konnte, wurde durch abgehende Links weitergereicht. Also hat sich jeder gewehrt, Links auf seinen Seiten haben zu wollen. Das hat sich bis heute festgebissen.

Gleichzeitig wurden aber die Backlinks benötigt, die virtuellen Empfehlungen. Da nun aber niemand eine solche Empfehlung ausstellen wollte, mussten sich die Webmaster selbst helfen. Und wie überall gibt es auch im Internet-Geschäft viele schwarze Schafe. Denen reicht es nicht, „normal“ zu arbeiten, sie müssen alles exzessiv betreiben. Diese Content- und Blog-Spammer haben in den letzten Jahren folglich für viel Unmut bei Seitenbetreibern gesorgt. Durch die Automatisierung mittels entsprechender Software-Anwendungen wurde das Netz buchstäblich von Spam geflutet. Selbst heute gibt es noch Uneinsichtige.

All diesem Tun wollte Google nun einen Riegel vorschieben. Ein erster Schritt war Content. Allerdings gab es auch hier bald Scripte wie das sogenannte Markov-Script, welches Texte gespinned hatte, also umgestellt. Allerdings so gut, dass der Text zwar keinen Sinn ergab, das aber erst beim intensiven Durchlesen klar wurde. Beim Überfliegen gingen diese Texte als guter Seiteninhalt durch.

Dem konnte Google seit Panda und Farmer Einhalt gebieten.

Qualität ist seit Panda und Penguin Pflicht

Panda

Contentfarmen sollen abgewertet werden während Webseiten mit qualitativ hochwertigen Texten ein besseres Ranking erhalten. Mit dem Update reagiert Google auf die massive Kritik der vergangenen Monate bezüglich der Webseiten, die ausschließlich Content generieren, jedoch keinerlei Wert auf dessen Qualität legen.

Was das Update für Online-Texter bedeutet ist ganz einfach: Sie müssen sich umstellen und qualitativ hochwertigen Content für die Leser und nicht für den Google Bot erstellen. In der Regel sollte sich an dem bisherigen Schreibstil nichts großartig ändern, denn Qualität wurde von Google auch bisher belohnt.

Die Keywords bleiben auch nach dem Panda Update relevant für eine gute Positionierung innerhalb der Suchergebnisse. Allerdings sollen die Prioritäten bei den Menschen und nicht bei den Maschinen liegen. Das Ziel des Updates ist also, die Suchergebnisse qualitativ aufzuwerten.

Penguin

Laut eigenen Angaben geht es bei diesem Update Google nicht nur darum, Seiten mit gezielten SEO Manipulationen zu bestrafen sondern es sollen auch gute Internetauftritte gezielt profitieren bzw. belohnt werden. Es geht darum, die Suchergebnisse qualitativ hochwertiger zu gestalten und bewusstem Webspamming einen Riegel vor zu schieben.

Besonders Seiten, die unnatürliche Linkmuster, starkes Cross-Domain-Linking und so genanntes “Keyword Stuffing” betreiben werden hart bestraft. Ebenfalls schlechte Karten haben Seiten, deren Inhalt fachlich recht dünn ist und von dem mehrere Kopien im Internet zu finden sind. Im Gegenzug profitieren allerdings dann auch Seiten, die guten und einzigartigen Content anbieten und diesen ständig aktualisieren und überarbeiten.

Als die häufigste Ursache für Sichtbarkeitsverluste nach dem Penguin wurden von verschiedenen Seiten aber offensichtlich unnatürliche Linkprofile ausgemacht. Der Google-Algorithmus straft nun Seiten ab, die einen zu hohen Prozentsatz an Backlinks mit dem gleichen Ankertext besitzen.

Es geht weiter: nun berücksichtigt der Google-Algorithmus die Verweildauer von Besuchern auf einer Seite: bleibt ein Nutzer lange auf einer Seite, muss die Seite gut und interessant sein. Geht er gleich wieder, spricht das für eine minderwertige Qualität, was sich auf das Ranking auswirkt.

Einfach das echte Leben kopieren

Dieser Weg wird inzwischen auch an den Backlinks deutlich. Noch vor wenigen Monaten war es essenziell, das Haupt-Keyword als Anchor-Text, also als Link-Text, einzusetzen. Heute weiß Google, dass das nur die Seitenbetreiber selbst machen. In der Folge ist es eine Manipulation, die man nicht gerne sieht.

Also wird es so wie in der echten Welt bei Empfehlungen gemacht: der eine nennt das tolle Restaurant beim Namen, der nächste umschreibt es als italienisches Restaurant, für wieder einen anderen Besucher ist es einfach eine Kneipe usw. Entsprechend muss auch bei Backlinks die „Diversity“, die Wortvielfalt, groß sein. Und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen.

Um gute Verweilzeiten auf Seiten zu erzielen, ist es also auch wichtig, interessante Inhalte zu bieten. Wenn Du Dich mit einem Thema beschäftigst, zu dem es nicht viel zu sagen gibt, führt das in der weiteren Konsequenz zu echten Problemen derzeit.

Statt SEO-Taktiken auf das Wesentliche fokussieren

Denn andauernd über dasselbe Thema zu berichten, geht schließlich auch nicht. Doch sicherlich wird der US-Konzern weiter an dem Algorithmus feilen und diesen noch mehr verfeinern. Dem Ziel, gute Seiteninhalte zu präsentieren, kommt Google immer näher. In Zukunft werden die Entwickler versuchen, den Suchmaschinen-Algorithmus so zu formen, dass gut geschriebene Texte von schlechten besser unterscheidet werden können. Dabei geht es nicht nur um die Rechtschreibung, sondern auch Grammatik.

Das beste Rezept für Dich als Seitenbetreiber ist also immer mehr, einfach das zu tun, was eigentlich im Vordergrund vor SEO stehen sollte: gute Inhalte abliefern, gute Vernetzung in den Sozialen Medien zeigen, die Site regelmäßig zu erweitern (so sortiert Google aktuell alte Seiten aus, die in der Vergangenheit zu viel Gewichtung erhielten, aber andererseits völlig veraltete Infos lieferten) und immer versuchen, besser zu sein als die Konkurrenz – dann klappt´s auch mit dem guten Ranking.

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Jonathan Torke
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