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Digitalisierung: Die häufigsten Fehler von Unternehmen

Nach wie vor steht das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda vieler deutscher Unternehmen. Längst ist klar, dass es sich dabei nicht nur um eine kurzfristige Modeerscheinung, sondern um einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruch handelt. Viele Fehler werden bei der Umsetzung von Digitalstrategien aber noch immer gemacht. Wie Sie diese vermeiden, erfahren Sie hier.

Ungeklärte Verantwortlichkeiten

Ein häufig anzutreffendes Problem besteht darin, dass sich niemand für die Umsetzung der Neuerungen verantwortlich fühlt. Aus Verlegenheit wird das Thema an die IT-Abteilung delegiert und wieder vergessen. Um erfolgreich zu sein, muss der Schritt aber von umfassend geschulten Fachkräften initiiert und anschließend von allen Mitarbeitern umgesetzt werden. Besonders in großen Unternehmen muss es einen CDO (Chief Digital Officer) geben, der sich ausschließlich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt. Er arbeitet auf Geschäftsführerebene, verfügt über Budget-Verantwortung und ist befugt, Entscheidungen nach eigenem Ermessen zu treffen. Da der CDO an der Schnittstelle zwischen Strategie, Marketing und Technologie agiert, setzt seine Aufgabe ein tiefgreifendes Verständnis aller drei Bereiche voraus.

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Unternehmen, die nicht über die Mittel zur Schaffung einer eigenen Stelle verfügen, arbeiten mit Agenturen wie codafish zusammen. Sie stehen ihnen als Ansprechpartner bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategien zur Seite, unterstützen aber auch bei Themen wie SEO, Webdesign und Hosting.

Festhalten an alten Strukturen

Flexibilität spielt in Zeiten der Digitalisierung ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das gilt sowohl für Hierarchien als auch für die Organisation. Nur, wenn man flexibel auf Marktveränderungen reagiert, bleibt man auf Dauer wettbewerbsfähig. Starre Prozesse und isoliertes Silo-Denken zählen deshalb zu den größten Unternehmerfehlern der Gegenwart. Soll ein Unternehmen digital fit werden, müssen innovative Ideen schnell und agil umgesetzt werden können. Mitarbeiter müssen lernen, bereichsübergreifend zu denken, und zu jeder Zeit von überall Zugriff auf sämtliche Daten zu haben. Cloud-Lösungen und Device-übergreifendes Arbeiten werden deshalb immer wichtiger.

Bei dieser Gelegenheit ist auch das klassische Konzept von Hierarchie und Autorität zu hinterfragen. Ein transparenter Informationsfluss bietet die Möglichkeit, ressourcenintensive Management-Funktionen abzubauen und den einzelnen Mitarbeitern mehr Verantwortung zu übertragen. Dies führt wiederum zu einem ganzheitlicheren Arbeitserlebnis, mehr Freude an der Arbeit und einer gesteigerten Produktivität.

Zu langes Abwarten

Laut aktuellen Studien wie dem Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2018 sind gerade einmal sieben Prozent der deutschen Wirtschaft europaweit als Vorreiter anzusehen. Vor allem bei der Digitalisierung kommt es aber darauf an, möglichst früh Trends zu setzen. So weist beispielsweise Digitalisierungsexperte Stefan Hentschel im Gespräch mit dem Bundesverband Industrie Kommunikation darauf hin, dass die meisten Unternehmen noch immer stark aus einer internen Produktsicht heraus agieren. Entwicklungszeiten von fünf bis sieben Jahren gelten vielerorts als Standard. Viele Unternehmen warten angesichts neuer Technologien wie selbstfahrender Autos auch erst einmal staatliche Regulierungen ab und versäumen auf diese Weise First-Mover-Vorteile.

Um in Zeiten der Digitalisierung konkurrenzfähig zu bleiben, müssten sie sich aber deutlich schneller an die neuen Entwicklungs- und Marktlebenszyklen ihrer Branche anpassen. Auch eine frühzeitige Identifizierung neuer Wettbewerber wird immer wichtiger.

Fehlender Experimentierwille

Digitalisierung bedeutet immer auch Erneuerung. Wer sich auf bisher funktionierendem Erfahrungswissen ausruht, wird langfristig seine Marktposition verlieren. Deshalb muss die Unternehmensleitung Experimentierfreude vorleben. Mitarbeitern muss es gestattet sein, Fehler zu machen. Nur so bauen sie das Selbstbewusstsein auf, über den Tellerrand hinauszuschauen und wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln. Fehlender Experimentierwille zeigt sich weiterhin oft in der Budgetplanung. Wer nicht ausreichend in die Digitalisierung investiert, verliert über kurz oder lang den Anschluss.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass laut einer Studie von Capgemini aus dem Jahr 2018 ein Großteil der Unternehmen bereits ein Viertel seines IT-Budgets in seine Digitalstrategie fließen lässt. Bei Konzernen mit einem Jahresumsatz ab einer Milliarde sind es sogar bis zu 30 Prozent. Trotz aller noch vorhandenen Probleme sind die Entwicklungstendenzen für die deutsche Wirtschaft also durchaus positiv.

Bildquelle Titelbild:

  • Wright Studio/shutterstock.com

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