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Der Traum des passiven Einkommens: Was ist da dran?

Nichts tun, während das Geld im Hintergrund für einen arbeitet. Der Begriff des passiven Einkommens ist in den letzten Jahren immer populärer geworden, was natürlich zum großen Teil auf die rasante Entwicklung des Internets und die damit einhergehenden Verdienstmöglichkeiten zurückzuführen ist. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter den vielen Geschäftsmodellen, mit denen man ein vermeintlich passives Einkommen aufbauen kann? Und ist ein passives Einkommen in der oben erwähnten Form überhaupt möglich?

Zunächst einmal ist wichtig zu verstehen, was passives Einkommen eigentlich ist. Im Grunde genommen kann man von passivem Einkommen sprechen, wenn das Einkommen in keiner direkten Abhängigkeit zur investierten Arbeitszeit steht, sondern kontinuierlich ohne unmittelbaren Aufwand generiert wird. Zu diesem Punkt gelangt man jedoch nur, wenn man im Vorfeld Zeit und/oder Geld investiert. Denn ein Unternehmen, welches einem passives Einkommen erwirtschaftet, muss auch erstmal aufgebaut werden

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Passives Einkommen ist also grundsätzlich möglich, wenn man ein weitgehend automatisiertes Unternehmen aufbaut. Aber wie sieht es als Angestellter, Schüler oder Student aus? Wer sich gegen den Aufbau eines Unternehmens entscheidet, hat es entsprechend etwas schwerer, ein passives Nebeneinkommen aufzubauen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, man betreibt nebenbei ein kleines Gewerbe oder man investiert sein Geld in bestimmte Asset-Klassen für den Vermögensaufbau.

Wer noch nicht sehr gut verdient, sollte in jedem Fall erstmal sein Einkommen erhöhen, also z.B. ein Nebengewerbe betreiben. In Vermögenswerte zu investieren lohnt sich erst dann, wenn bereits ein relevanter Betrag angespart wurde und monatlich investiert werden kann. Aktien und ETF’s sind wahrscheinlich die passivsten Einkommensquellen, erfordern aber einen hohen Einsatz, wenn man darüber seinen Lebensunterhalt verdienen möchte.

Passiv ein Einkommen zu generieren beginnt also immer mit einem aktiven Part. Dieser zeitliche Einsatz wird aber nicht 1:1 in Geld getauscht, wie im Angestelltenverhältnis, sondern ist darauf ausgerichtet etwas zu erschaffen, was langfristig und regelmäßig Einkommen generiert. Sogar, wenn man sein gesamtes Geld von einem Vermögensverwalter investieren lässt, steht am Anfang die aktive Recherche nach einer Person, welcher man dieses Geld anvertraut. Aber wie könnte der aktive Part aussehen, wenn man wenig oder kein Startkapital hat und langfristig ein passives Einkommen aufbauen möchte?

Geschäftsmodell für passives Einkommen

Es klingt klischeehaft, aber die beste Möglichkeit für den Start ist es, das Geld online zu verdienen. Das Internet bietet allen Personen mit und ohne Startkapital Möglichkeiten, sich und  eigene Produkte zu vermarkten, eine große Community aufzubauen oder Produkte zu kreieren, die nur in digitaler Form existieren und unendlich mal verkauft werden können. Bevor es jedoch mit konkreten Vorschlägen losgeht, noch ein paar Worte zu Geschäftsmodellen.

Der Begriff Geschäftsmodell wird heute für alles Mögliche verwendet und häufig mit Geschäftsstrategien in Verbindung gebracht, die entweder nicht seriös oder sehr kurzlebig sind. In der Theorie hat das eine wenig mit dem anderen zu tun, denn ein Geschäftsmodell beschreibt allgemein, wie ein Unternehmen Geld verdient. Bei den nachfolgenden Möglichkeiten handelt es sich um übliche Strategien, das Internet zur Vermarktung eines Angebots zu Nutzen. Die einzelnen Ansätze können langfristig beliebig verknüpft, erweitert oder verändert werden und bilden das Fundament eines Unternehmens, welches zunächst viel Arbeitszeit erfordert. Im Gegenzug lassen sich Systeme schaffen, die einem langfristig passives Einkommen generieren können.

1. Das Produkt

Jedes Unternehmen braucht ein Angebot. Das kann eine Dienstleistung sowie ein Produkt in digitaler oder physischer Form sein. Eine Dienstleistung ist zwar gut geeignet, um nebenbei etwas Geld zu verdienen, hat aber wenig mit passivem Einkommen zu tun. Man verdient schließlich nur Geld, wenn man aktiv dafür arbeitet. Bei physischen und digitalen Produkten kommt es ganz auf das Startkapital sowie das eigene Ziel an.

Das Potenzial ist mit physischen Produkten tendenziell höher, der Aufbau eines Unternehmens in diesem Bereich jedoch mit mehr Kapitaleinsatz und operativer Arbeit verbunden. Amazon FBA, Reselling, Dropshipping oder ein eigener Online-Shop sind z.B. Modelle, um sein Vorhaben zu realisieren. Digitale Produkte sind in der Erstellung eher zeitaufwendig und skalieren langsamer, der Vertrieb erfordert aber weniger operative Arbeit und lässt sich gut automatisieren. Produkte in diesem Bereich sind E-Books, Videokurse, digitale Assets, Tools, Apps und Software.

2. Die Vermarktung

Wenn man sich für ein Produkt entschieden hat, muss dieses natürlich erstellt und anschließend vermarktet werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann man damit beginnen, den Vertrieb zu automatisieren, um das Einkommen so passiv wie möglich zu generieren. Bei physischen Produkten wäre z.B. Amazon FBA ein Vertriebskanal, der im Verhältnis zum langfristigen Potenzial am besten automatisiert werden kann.

Der Vorteil an Online-Marketing insgesamt ist, dass man mithilfe des Trial-and-Error Prinzips irgendwann auf die richtige Strategie stößt und die entsprechenden Kampagnen nur noch laufen lassen muss. Das funktioniert sowohl bei digitalen, als auch bei physischen Produkten. Der aktive Part darf am Anfang jedoch nicht unterschätzt werden, da Marketing viel Einarbeitung in verschiedene Tools und Strategien erfordert.

3. Die Automatisierung

Solange man alleine ein Unternehmen betreibt und dieses skalieren möchte, ist passives Einkommen kaum möglich. Damit man für Verkäufe aber so wenig wie möglich tun muss, sollte man automatisierte Systeme in allen Bereichen aufbauen, in denen es möglich ist. Wenn das Einkommen stimmt, kann man dafür auch erste Mitarbeiter oder Freelancer einstellen. Die maximale Automatisierung für einen selbst ist erreicht, wenn das Unternehmen von einem angestellten Geschäftsführer geführt und skaliert wird, also ohne den Gründer funktioniert.

Sobald man ein Unternehmen mit Wert geschaffen hat, kann dieses auch für einen hohen Betrag verkauft werden. Wird dieser Betrag zu einem gewissen Teil in Aktien oder andere Vermögenswerte investiert, hat man den höchsten Grad des passiven Einkommens erreicht. Man sollte sich aber fragen, wie passiv man sein Einkommen überhaupt generieren will? Denn wenn man nichts mehr dafür tut, gibt man zwangsläufig die Kontrolle über seine Finanzen ab, was zu einem höheren Risiko führen kann.


Bildquelle Titelbild:

  • create jobs 51/shutterstock.com

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