WordPress - Vielseitig und populär

WordPress – vom Blog zum Content Management System

Bestimmt kennst Du Blogs. Als sie aufkamen, war es in gewisserweise die Idee, damals sehr populäre Gästebucher abzulösen oder weiterzuentwickeln. Und zwar so, dass daraus eine Art Tagebuch entsteht. Schon bald hat Google das Potenzial dieser virtuellen Tagebücher erkannt und für viel Geld den Bloggerdienst Blogger.com gekauft. Damit nicht genug – außerdem stufte der Suchmaschinenriese Blogs sogar als sehr wichtig ein, bis sie von den schwarzen Schafen zu sehr missbraucht wurden. Doch neben Blogger hat sich vor allem ein Anbieter von Blogging-Software etablieren können: WordPress.


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Der große Erfolg basiert beim ersten Blick auf  die ausgesprochen gute Bedienfreundlichkeit, doch in Wirklichkeit steckt mehr dahinter. WordPress ist eine Open Source Anwendung. Das bedeutet, jeder kann mitprogrammieren und verbessern. Das hat der Software ein so umfassendes Anwendungsgebiet erschlossen, dass WordPress inzwischen weit mehr als nur ein Weblog ist – vielmehr ist es ein wirklich gutes Content Management System, kurz CMS.

Sprungmarken:

Der Aufbau von WordPress

Zunächst einmal sind Aussehen und Anwendung von WordPress sehr auffällig. Der Seitenbesucher sieht das sogenannte Frontend, die öffentlich sichtbaren Seiten und Kategorien der Anwendung. Der Seitenbetreiber, der Admin, veröffentlicht seine Artikel und tätigt die Einstellungen über das Backend, das nur ihm und möglichen Autoren zugänglich ist. Darüber hinaus verfügt WordPress über eine ganze Reihe von Basisfunktionen.

Weiterführende und ergänzende Funktionen können mithilfe von Plug-ins erschlossen werden. Ähnlich wie beim Mozilla-Browser Firefox, der Add-ons zum Erweitern verwendet, kann der Seitenbetreiber seinen Blog individuell anpassen. Dadurch ist das System auch inzwischen als CMS so beliebt.

Nachfolgend ein paar Möglichkeiten, wie WordPress verwendet werden kann:


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  • Fotoblog
  • Forum
  • Online Stores und andere eCommerce Projekte
  • Über einen geschlossenen Bereich als Kundenanwendung oder zum Intranet-Aufbau
  • Nachrichten- und Tagebuchseiten
  • Support-System durch Ticketing
  • Newsletter-Source
  • Multi-linguale Webseite
  • Und vieles mehr

Das soll Dir nur Ideenansätze liefern, wie die Seite verwendet werden kann. Selbstverständlich musst Du Dich nicht mit einem der Bereiche zufriedengeben, ebenso kannst Du alle Funktionen miteinander verbinden.

WordPress Themes und Plug-ins

Natürlich wäre es nicht von Vorteil, wenn jede WordPress-Seite gleich aussehen würde. Anders herum können viele Anwender aber nicht programmieren und folglich das Aussehen trotz integrierten Editors nicht selbst verändern. Daher können auch verschiedene Skins verwendet werden, die bei WordPress Themes heißen. Anfangs waren das einfach andere Designs in unterschiedlichen Farben und Gestaltungen.

Zwischenzeitlich hat sich hier aber ebenso viel getan. Manche Themes-Entwickler integrieren auch Plug-ins. Dadurch werden auf Seiten Slide-Shows angezeigt, verschiedene Funktionen wie zum Beispiel Social Media Connectivity ist gegeben, ein- und mehrspaltige Formate sind möglich, Seiten, Top- und Footer Navigationen und viele andere tolle Erweiterungen und Möglichkeiten.

Das Unuk-Theme für WordPress ist mit diesen beeindruckenden Funktionen und weiteren nützlichen Eigenschaften ausgestattet, mit denen Du deinen ganz individuellen Webauftritt gestalten kannst. Unendlich viele Farben, Layout-Anpassungen, individuelle Schriften – und Du benötigst keine Programmierkenntnisse.

Der größte Anteil an Themes kann direkt auf der WordPress-Seite ausgewählt werden. Premium-Themes auf Drittanbieterseiten und auch kostenlose Themes auf anderen Webseiten gibt es ebenso. Allerdings gibt es hier einige Nachteile. Beispielsweise muss nicht der gesamte Quellcode offengelegt werden, Du weißt also nicht wirklich, was Du Dir runterlädst. Doch die Themes unter WordPress sind so vielfältig, dass es an sich gar nicht notwendig ist, auf anderen Seiten nach Themes zu suchen. Insbesondere unerfahrene Benutzer sollten ihren Fokus eindeutig auf die WordPress internen Themes legen.

Plug-ins

Ähnlich verhält es sich auch mit den Plug-ins. Über Plug-ins werden viele unterschiedliche Zusatzfunktionen ermöglicht. Nicht nur solche Plug-ins, die sichtbare Veränderungen im Frontend bieten, gibt es. Ebenso lässt sich WordPress auch für Suchmaschinen über diese Plug-ins anpassen. Insbesondere, wenn eine Reihe verschiedener SEO-Plug-ins kombiniert werden und Performance-Plugins zum Einsatz kommen, erhälst Du eine professionelle Webseite, die sehr schnell gut in den Suchmaschinen positioniert werden kann. Noch mehr als bei den Themes gilt es jedoch, auf Besonderheiten der Plug-ins zu achten.

Plug-ins können von jedem geschrieben werden. Entsprechend viele Plug-ins gibt es. Aber wie überall sonst im Leben verlieren einige Programmierer und Entwickler irgendwann auch mal die Lust an WordPress oder haben keine Zeit mehr, sich um Plug-ins zu kümmern. Gleichzeitig erscheinen aber immer neue Versionen von WordPress. Mittlerweile ist das Release 3.xx aktuell. Da es dabei auch zu Veränderungen im Quellcode kommt, kann es sein, dass einzelne Plug-ins nach einem Update nicht mehr fehlerfrei funktionieren. Im schlimmsten Fall können sie einen kompletten WordPress-Blog lahmlegen.

Arbeitest Du also mit einer Vielzahl von Plug-ins, musst Du Dir im Klaren darüber sein, dass Du nicht mehr so ohne Weiteres zum nächsten Release updaten kannst. Auch können sich Plug-ins buchstäblich beißen. Auch aus diesem Risiko heraus, verwenden viele populäre Blogbetreiber ein minimales- und schlichtes Design mit minimalen Funktionsumfang.

Plug-ins für verschiedene Funktionen

Aus diesem Grund sind unter anderem Back-ups enorm wichtig. Und wie Du vielleicht schon richtig vermutest – auch hierfür gibt es viele Plug-ins. Dabei solltest Du darauf achten, nur solche Back-up Plug-ins zu benutzen, die nicht nur die Inhalte sichern, sondern auch die Strukturen und gegebenenfalls die Peripherie, also Plug-ins etc. Nur dann hast Du als Programmier-Laie eine reelle Chance, einen versehentlich zerschossenen Blog wieder zum Laufen zu bringen. So solltest Du sowieso vor jeder Erweiterung durch Plug-ins oder einem WordPress-Update ein zusätzliches Back-up anlegen. Allerdings möglichst so, dass Du auch von außerhalb von WordPress darauf zugreifen kannst.

Falls mal gar nichts mehr geht…

Ein kleiner Trick: lässt sich das Backend nach einer Plug-in Aktivierung nicht mehr öffnen, kannst Du im Backend das entsprechende Plug-in natürlich nicht entfernen. Über Deine Server-Oberfläche oder einen FTP-Zugang gehst Du ins Plug-in-Verzeichnis und benennst einfach das verursachende Plug-in um. Dann erkennt  WordPress  das Plugin nicht mehr und der Blog sollte wieder funktionieren. Lösche das umbenannte Plug-in aber noch nicht. Stattdessen entfernst Du es später über das WordPress-Backend, auf das Du jetzt wieder Zugriff hast.


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Jonathan

Hi, ich bin Jonathan Torke, WordPress-Programmierer. Auf pixeltuner.de blogge ich über Webdesign und Social Media. Außerdem teile ich über Twitter täglich frische Ressourcen für Webdesigner und -Entwickler. Du findest mich auch bei Google+, Facebook und deviantART.

2 Antworten auf "WordPress – vom Blog zum Content Management System"
  • Was mir am Besten gefällt ist die Multisite Fähigkeit. Dadurch lassen sich sehr einfach viele verschiedene Webseiten Hosten. Update funktioniert zentral und auch gewisse Konfigurationsmöglichkeiten können von der Zentrale aus gemacht werden.

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