So nutzt Du Dein WordPress-Blog als digitale Visitenkarte

WordPress bietet eine Fülle verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten. Das klassische Blog hat dank der verschiedenen Layout-Optionen ausgedient. Aber nicht nur zum Verbreiten eigener Inhalte wie Texte, Fotos, Videos oder Arbeitsproben lässt sich das Blogsystem nutzen. Auch als digitale Visitenkarte, die alle wichtigen Fakten auf einen Klick listet, lässt sich WordPress anpassen. Wir erklären dir, worauf du dabei achten solltest.


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Aufbau der Präsenz

Bevor du mit dem Einpflegen der Daten, die du Interessenten präsentieren möchtest, beginnen kannst, solltest du dir überlegen, wie die Visitenkarte aufgebaut sein soll. Viele Startuper und Medienmenschen legen sich im Netz tatsächlich eine Art Karte an, auf der nur die wichtigsten Stichpunkte zur Person und Kontaktdaten notiert sind. Keine Menüs, keine Unterseiten, keine Referenzen, nur das Wichtigste. Das ist minimalistisch und eignet sich nur, wenn deine Arbeit sonst gut per Suchmaschine auffindbar ist, oder du einen ausgezeichneten Ruf auf deinem Gebiet hast. Veröffentlichst du als Journalist regelmäßig in Tageszeitungen, ist ein Hinweis „Journalist“ vielleicht ausreichend. Hast du gerade angefangen, bei einem Lokalblatt zu texten, solltest du Proben beilegen oder verlinken.

Nach dem Umfang deiner Daten sollte sich dann auch das Layout der Website richten. WordPress bietet vorgefertigte Layouts, oder die Möglichkeit, eigene Designs per Code zu importieren. Bei den vorgefertigten, anpassbaren Layouts kannst du zwischen verschiedenen Spaltenformaten wählen. Bei einer Selbstdarstellung kannst du auf Seitenleisten großteils verzichten. Egal wie umfassend die Vorstellung werden soll, eine einzelne Spalte mit Menüleiste unter dem Header sollte genügen.

Es empfiehlt sich, in die Gestaltung dieser repräsentativen Seite mehr Zeit zu stecken, als in das Layouten eines Blogs, in dem die Textbeiträge im Vordergrund stehen. Kunden werden, wenn das Marketing erfolgreich verläuft, diese Seite jedes Mal ansteuern, wenn sie in Betracht ziehen, mit dir auch tatsächlich zu arbeiten.

Spielereien im Layout wie zappelnde Gifs, Hintergrundmusik oder Ratespiele, wo sich die Navigation befindet, solltest du daher vermeiden. Aber welche Inhalte sollten auf der Visitenkarte eigentlich unterkommen?

Branding und Wirklichkeit

Bei einer digitalen Visitenkarte gilt der gleiche Rechts- und Verantwortungsrahmen wie bei einem klassischen Lebenslauf, der Partnern und Arbeitgebern vorgelegt werden kann. Das bedeutet, dass die Angaben über Arbeitstätigkeit, Referenzen und Presseerwähnungen, so weit vorhanden, der Wahrheit entsprechen sollten. Kleine Korrekturen an den Details sind dabei natürlich zulässig. Außerdem gibt es keine Pflicht, jede Station des Lebenslaufs auch wirklich unterzubringen.


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Im Vordergrund der Angaben sollten solche Daten stehen, die die angestrebte oder aktuell ausgeübte Tätigkeit unterstreichen und deine Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet betonen. Viele ältere Websites, vor allem im Privatbereich, beginnen in der Selbstbeschreibung bei der Geburt und Enden beim Tod der geliebten Großmutter.

Worauf der Autor im Mittelteil hinweisen wollte, zum Beispiel das Hobby, das er mit der Website bewirbt, bleibt offen. Wie auch in einem Lebenslauf haben Hobbies, Freunde und Familie in der Selbstbeschreibung erst einmal nichts verloren, ebenso wie der besuchte Kindergarten und die Grundschule.

Aber auch die Überprofessionalisierung kann schnell in das Gegenteil des gewünschten Effektes umschlagen. Deine letzten fünfzig Webinar-Teilnahmen mögen dir ein gewisses Fachwissen vermittelt haben, interessieren die Kunden jedoch nur knapp umrissen. Beschränke dich hier auf die wichtigsten Schulungen und Qualifikationen. Fremdsprachen solltest du nur angeben, wenn du sie auch wirklich sprichst. Wenn internationale Kunden auf dich zukommen, weil du angibst, Italienisch auf Businessniveau zu beherrschen und du dann nicht einmal einfache geschäftliche Dokumente übersetzen kannst, verlierst du Kunden, Reputation und im schlimmsten Falle auch Geld.

Strukturierung und Umfang

Die Strukturierung einer digitalen Visitenkarte ist durch das Medium stark begrenzt und wird sich immer auch an der klassischen Website orientieren. Natürlich ist es auch möglich, komplizierte Designs zu programmieren, die mit Flash-Elementen eine echte Karte simulieren, aber zu viele Animationen machen die Website nur wieder kompliziert für Nutzer von Mobilgeräten. Besser eignet sich ein klar strukturiertes, nicht zu buntes Layout mit einer Spalte, in der sich der gesamte Inhalt befindet.

Das – dringend notwendige, vollständige – Impressum kann in einer Fußzeile verlinkt werden, sollte jedoch nach Möglichkeit das einzige Element außerhalb des Hauptframes sein. Bei Layouts, die mit wenigen Unterseiten auskommen, sollte die Startseite, die unter der Haupt-URL angesteuert wird, bereits alle wichtigen Fakten enthalten. In diesem Fall gehören auf die Startseite:

  • dein vollständiger Name (oder Künstlername)
  • alle Kontaktdaten, die du deinen Kunden zur Verfügung stellen möchtest (E-mailadresse, Telefonnummer, andere Profile)
  • Kurzbeschreibung deiner Tätigkeit („Coach / Lebensberater“, „Journalist“, „Pianist“ usw.)
  • ein professionelles Foto (vom Fotografen)

Die Unterseiten kannst du zum Beispiel sortieren nach

  • Kompetenzen
  • Referenzen
  • Auszeichnungen
  • Presse

Hier gilt, wie oben beschrieben, dass die Angaben auf tatsächlichen Referenzen beruhen sollten. Werden Kunden direkt verlinkt, für die interne Aufgaben übernommen wurden, empfiehlt sich eine Rückfrage bei der Firma, ob ein Logo eingebunden werden darf, beziehungsweise ob man sich rückwirkend über den Umfang der Tätigkeit einig ist. (Gibst du an, dass du als CEO für ein Unternehmen gearbeitet hast und warst dort nur für einige Wochen Praktikant in der Grafikabteilung, kann dies rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.)

Marketing und Einsatz der Visitenkarte

Die digitale Visitenkarte auf WordPress sollte unbedingt über eine kurze, prägnante URL verfügen. Die Domains lassen sich über WordPress ganz einfach kaufen und wechseln. Der Support ist bei Problemen mit der Domain immer schnell zur Stelle. Wenn du die Domain auswärts hosten lässt, musst du dich eventuell selbst um die Einrichtung der DNS-Verbindungen kümmern. Die URL muss kurz und einprägsam genug sein, um sie Interessenten auch im persönlichen Gespräch nennen zu können.

Die Visitenkarte sollte überall verlinkt werden, wo du deine geschäftliche Tätigkeit bewirbst. Auf privaten Social Media Accounts solltest du sie nur nutzen, wenn der geschäftliche Kontakt mit den Followern und „Freunden“ erwünscht ist.

Du kannst die Adresse der Visitenkarte auch auf Printwerbemittel wie „echte“ Visitenkarten und Flyer drucken lassen, das Hauptaugenmerk sollte jedoch auf der Onlineverlinkung liegen. Je öfter die Website verlinkt ist, desto mehr Besucher wirst du anziehen. Daten können auf der digitalen Visitenkarte jederzeit aktualisiert werden. Damit eignet sich die digitale Visitenkarte für alle Branchen und Unternehmer.

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Jonathan

Hi, ich bin Jonathan Torke, WordPress-Programmierer. Auf pixeltuner.de blogge ich über Webdesign und Social Media. Außerdem teile ich über Twitter täglich frische Ressourcen für Webdesigner und -Entwickler. Du findest mich auch bei Google+, Facebook und deviantART.

2 Antworten auf "So nutzt Du Dein WordPress-Blog als digitale Visitenkarte"

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