Webseite zu Drupal migrieren: Planung und Überlegungen

Besitzer einer inhaltsschweren Seite haben mit Sicherheit von dem Open-Source-Countent-Management-System Drupal gehört. Hinter Drupal stehen mehr als 2.000 Entwickler, die das kostenlose Gemeinschaftsprojekt seit vielen Jahren entwickeln.


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Die Migration einer Webseite, unabhängig davon, ob und welches CMS sie verwendet, ist immer ein aufwendiges und kostspieliges Projekt. Bevor eine Drupal-Agentur einen Preis für diese Aufgabe unterbreiten kann, müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, die von Projekt zu Projekt unterschiedlich ausfallen. Interessierte können aber vorab einige Dinge vorbereiten, die die Migration erleichtern und unter Umständen die Kosten verringern.

3 Tipps, wie man seine Webseite auf Drupal vorbereitet

Die Vorbereitung auf eine Migration ist eine wichtige Aufgabe, die sicherstellt, dass alles nach Plan verläuft. Folgende Tipps helfen, Kosten und Zeit für die Migration zu reduzieren.

1. Einen umfassenden Migrationsplan erstellen

Jede wichtige Aufgabe benötigt einen genau durchdachten Plan. Der erste Faktor, an den ein Unternehmer denken wird, sind die mit der Migration verbundenen Kosten. Die Migration zu einem CMS hat immer ihre ganz eigenen Komplexitäten. Doch die Kosten hängen meist von dem Prozess ab, der ausgeführt wird.

  • Wie viel Zeit steht für die Migration zur Verfügung?
  • Wer ist für die Migration verantwortlich?
  • Lohnt sich die Investition in die Migration?
  • Wie schnell muss sich die Migration finanziell lohnen?
  • Wie wichtig ist es, dass alle Daten migriert werden?
  • Welche Probleme können bei dem Prozess entstehen?

Diese Fragen müssen alle vorab geklärt werden. Sobald die Zusammenarbeit mit einer Drupal-Agentur entsteht, sollte man ihr diese Fragen stellen. Das Unternehmen wird einem dankbar sein, da sie dadurch viel Zeit spart.

2. Webseite von einer organisatorischen Perspektive analysieren

Die Drupal-Agentur muss wissen, wie das Unternehmen organisiert ist. Je besser sie darüber bescheid wissen, desto weniger Fragen muss sie stellen, welche wiederum Zeit (und Geld) kosten würden.

  • Welche Teile gehören zur Quelle der Webseite?
  • Welche davon müssen zum neuen CMS migriert werden?
  • Soll die Webseite im Rahmen der Migration verbessert werden?
  • Muss die neue Webseite mit Systemen von Dritten kompatibel sein?
  • Wie soll die Migration den Arbeitsablauf des Unternehmens verbessern?

3. Webseite von einer technischen Perspektive analysieren

Im Rahmen der Migration müssen Unternehmen die IT-Abteilung sowie, falls vorhanden, das E-Commerce-Team am Prozess beteiligen. Selbes gilt auch für die Mitarbeiter aus dem Bereich Marketing. Sie alle haben ein Wörtchen mitzureden, damit die neue Webseite in allen Punkten die Bedürfnisse des Unternehmens und der Besucher erfüllt.


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  • Wie speichert die Webseite die Daten?
  • Wie werden Daten gespeichert, die kein Content sind?
  • Wie viele Stunden benötigen die Abteilungen, um mit der Drupal-Agentur zu arbeiten?
  • Soll Drupal mit einem CRM verbunden werden?

Die Wahl der Drupal-Version

Die Wahl der geeigneten Drupal-Version ist für viele Unternehmen einfach: Man wählt die Neuste. Drupal ist aktuell in der Version 7.35 und 6.35 verfügbar. Beide Versionen bringen viele Bug-Fixes aber auch Security-Fiexes mit sich. Wer sich für eine ältere Version entscheidet, weil diese unter Umständen mit bestimmter Software oder Plug-ins funktioniert, die die neue Version nicht unterstützt, sollte wissen, dass ein späteres Upgrade auf die neuste Drupal-Version problematisch ist. Soll heißen: Man kann keine Drupal-Version überspringen:

  • Update von Drupal 6 ist nur auf Version 7 möglich
  • von Drupal 7 wird ein Update auf Version 8 möglich sein

Die Installation von Drupal 6 sollte ohnehin gut durchdacht sein, denn in diesem Jahr wird Drupal 8 erwartet. Auch wenn die Entwickler immer wieder sagen, dass Drupal 8 erst dann veröffentlicht wird, wenn es fertig ist, geht man davon aus, dass es in der ersten Jahreshälfte 2015 so weit sein könnte. Die erste Beta wurde im Oktober 2014 veröffentlicht. Im neuen Core sind viele Module integriert, die man früher separat installieren musste.

Ob sich das Warten auf die neue Version lohnt, wird die Drupal-Agentur, mit der man zusammenarbeitet, beantworten können. Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, welche Anforderungen das jeweilige Unternehmen an seine Webseite besitzt, und ob Drupal 8 Neuerungen an den Tisch bringt, die man unter Umständen benötigt oder die Webseite verbessern. Eine dieser Funktionen wird die Mehrsprachigkeit sein, welche besser denn je in den Core integriert sein wird.


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Jonathan

Hi, ich bin Jonathan Torke, WordPress-Programmierer. Auf pixeltuner.de blogge ich über Webdesign und Social Media. Außerdem teile ich über Twitter täglich frische Ressourcen für Webdesigner und -Entwickler. Du findest mich auch bei Google+, Facebook und deviantART.

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