Warum der Erfolg vieler Websites an den Moderatoren scheitert

Die Einfachheit der Moderation einer Website wird oft bei der Konzeption und Entwicklung völlig außer Acht gelassen. Das hat oft Budget-Gründe. Denn lieber geht manch einer von uns vom Angebotspreis runter und holt sich dann das restliche Budget über den Support, als eine nachhaltige und oft teurere Lösung anzubieten. Denn letzteres würde ja bedeuten, dass der Kunde seine Website selber moderieren könnte, und damit deutlich weniger Support verdient werden kann. Das ist aber eine äußerst riskante Schlussfolgerung.


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In diesem Beitrag gehe ich auf die Frage ein, warum viele Webdesigner und Agenturen zu kurzfristig denken und wieso die Kundenorientierung langfristig viel mehr bringt.

Kurzfristige Perspektive bringt langfristig nichts

Wenn bei einer Website jede Änderung Geld kostet, wird sich manch ein Kunde die Frage stellen, ob die eine oder andere Aktualisierung Sinn macht. Und genau hier fangen dann Websites an, „Patina“ zu bekommen, um’s noch mal mild auszudrücken.

Veraltete und unattraktive Websites sind aber nicht wettbewerbsfähig. Denn der größte Marktplatz der Welt – Google – belohnt nur die Besten. Die Folge: nach einem Relaunch kommt schnell die Ernüchterung, wenn sich die Besucherzahlen dann doch wieder im vorherigen Niveau einpendeln. Und wenn dann für den Kunden aus wirtschaftlicher Sicht alles nichts gebracht hat verstehe ich ihn, wenn er sich dann drei Mal überlegt, noch Geld in den Kanal zu pulvern.

Du und ich, wir können uns jetzt sagen: selber Schuld – Wer weniger investiert muss auch weniger erwarten. Aber letztendlich sind wir es doch, die mit einem Relaunch beauftragt werden und die für den Erfolg einer Website verantwortlich sind, egal wie niedrig das Budget ist. Und letztendlich leben wir doch alle davon, dass zufriedene Kunden wieder zu uns zurückkommen und auch beim nächsten Relaunch auf unsere Expertise setzen.

Und genau deswegen geht’s darum den (potenziellen) Kunden den eigentlichen Mehrwert von Redaktionssystemen wie WordPress klar zu machen: Benutzerfreundlichkeit und die Chance, durch eigene Kommunikation wettbewerbsfähig zu werden.

Unsere Herausforderung ist also, dem Kunden „Unsichtbares“ mit einem Relaunch zu verkaufen. Wie das geht, möchte ich Dir jetzt verraten.


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Nachhaltige Websites verkaufen

1. Bewusstsein beim Kunden schaffen

Eine Website nutzt nur dann etwas, wenn sie auch gefunden wird. Und nur wenn die eigene Website besser ist, als die aller Konkurrenten, dann hat sie auch eine Chance auf die top 5 in Google. Besser heißt nicht animierter oder vollgeladener, sondern einfacher, informativer und aktueller. Und vor allem bei den letzten beiden Attributen bist Du bzw. die Website vom regelmäßigen Input des Kunden abhängig. Klar kannst Du jeden Inhalt selber eingegeben und den brav in Rechnung stellen, aber wenn der Kunde das selber direkt machen kann, spart er sich nicht nur die Kosten, sondern eben auch Zeit und Nerven für Abstimmungen.

Mach Deinem Kunden also klar, dass eine einfach zu bedienende Website die einzige Chance ist, im Internet wirklich wettbewerbsfähig zu werden. Klar sind zwar höhere Anschaffungskosten verbunden, aber dafür wird der Support deutlich preiswerter und der Erfolg der Seite sicherer.

2. Kommunikation einfach machen

Nimm den Kunden bei der Hand und zeige ihm, wann er was mit den eigenen Mitteln kommunizieren kann. Biete ihm die Entwicklung eines Redaktionsplans an (hier ein kleiner Guide dazu) und zieh mit ihm die ersten Beiträge durch: Zunächst gibst Du noch die Inhalte in regelmäßigen Intervallen ein, er soll nur auf „Veröffentlichen“ klicken. Nach und nach soll der Kunde mit seinen Mitarbeitern immer mehr Aufgaben übernehmen. Bleib aber trotzdem am Ball und überprüfe regelmäßig, ob der Kunde auch seine Hausaufgaben erledigt (bspw. per RSS Reader).

Je einfacher das System funktioniert, desto schneller wird der Kunde auf eigenen Beinen stehen können. Bei Websites mit visuellem Editor, wie z.B. dem Layout Builder, habe ich oft schon erlebt dass der Kunde sich von Anfang an schon einklinkt, und bereits nach dem Anlegen der Basisseiten mit an der Seite arbeitet.

Außerdem empfehlenswert sind Coaching Videos: wenn sich der Kunde jederzeit ansehen kann, wie er seine Website optimal bedient, spart er sich das Nachfragen und dir Nerven.

3. Eigene Vorteile erkennen

Durch eine Website, die dein Kunde praktisch von selbst bedienen kann, nimmst du nicht nur kurzfristig mehr ein. Du wirst ihn dadurch begeistern und zum aktiven Empfehlungsgeber wandeln können. Der einfache Support, der dir dadurch sprichwörtlich erspart wird, wird dann zunehmend durch neue, viel lohnenswertere Projekte ausgeglichen. Klar bleibt immer ein Support-Grundrauschen vorhanden, aber deine Aufgaben werden sich wandeln: vom einfachen „Aufgaben-Erlediger“ hin zum Macher, der ständig neue Ideen und Lösungen für immer mehr und unterschiedlichere Kunden entwickelt. Und was will man als Kreativer mehr?

Fazit

Letztendlich werden diejenigen von uns erfolgreicher werden, die den Kundennutzen im Auge behalten und eben diesen Servicevorteil gegenüber anderen Dienstleistern und Website-Baukästen leben. Denn die anderen sind dann einfach austauschbar, Deine Expertise und Qualitäten aber nicht.


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Severin Lucks

Moin, mein Name ist Severin Lucks. Ich bin SEO Berater und riesiger WordPress Fan. Warum? Weil mir das CMS die Suchmaschinenoptimierung (dank eigenem WordPress SEO Plugin) hundertmal einfacher macht – für Kunden jeder Größe. Ich blogge bei Pixeltuner über tägliche Herausforderungen im Freelancer-, Berater- und Agenturleben.

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