Webhosting Tipps

7 Kriterien, um den richtigen Webhoster zu finden

Eine Idee für eine Webseite ist schnell gefunden, dank automatischer Tools funktioniert das Programmieren einer Webseite heute auch sehr schnell. Den richtigen Hosting Partner zu finden, bedeutet jedoch für viele User die Qual der Wahl zu haben.


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Wer sich vorher noch nie mit Webhosting befasst hat, wird zudem von einer Fülle von Fachbegriffen erschlagen und ist orientierungslos im Dschungel der Webhosting Anbieter ausgesetzt. Ein paar wichtige Tipps und Tricks gilt es zu beachten, um nicht beim falschen Webhoster zu enden.

1.Vertragslaufzeit

Der Webhoster stellt die Infrastruktur für die eigene Webseite zur Verfügung. Das Vertragsmodell ist ähnlich dem eines Handyvertrages. Das bedeutet, dass es bei den meisten Hostinganbietern eine Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen gibt, die es zu beachten gilt. Manche Anbieter bieten zudem kostenfreie Testzeiträume von 6 oder 12 Monaten an. Kunden sollten sich nicht von Lockangeboten beeindrucken lassen und lieber den regulären Preis in ihre Entscheidung mit einbeziehen.

Ist man einmal bei einem Hoster, bleibt man meistens sehr lange dort, da der Umzug der Webseite und des Inhalts mit viel Aufwand und Arbeit verbunden ist. Für die eigene kleine private Homepage sollte man auf eine kurze Vertragslaufzeit achten, um im Zweifel nicht über Jahre an den Hoster gebunden zu sein.

2. Kündigung

Je kürzer die Kündigungsfrist, desto besser für den Kunden. Kündigungen müssen in der Regel schriftlich erfolgen. Findet man in den AGBs des Hosters den Zusatz „Kündigung nur per Einschreiben“, ist dieser unwirksam, da grundsätzlich jede Schriftform ausreichend ist. Aus Beweisgründen empfiehlt es sich jedoch eine nachweisbare Kündigung zu versenden, dies kann jedoch auch eine Faxbestätigung oder ähnliches sein.

3. Kosten

Häufig übersieht man auch die Kosten für die Einrichtung der Webseite. Bei manchen Anbietern fallen sogenannte Einmalzahlungen an. Die Höhe der Kosten kann je nach Anbieter höchst unterschiedlich sein. Hier hilft nur, die Webhosting-Anbieter untereinander zu vergleichen. Zahlungsarten und Zeiträume sind häufig frei wählbar und liegen in der Auswahl des Kunden.

Insgesamt ist die Auswahl an Webhostern sehr groß. Sollte einem als Kunden ein Vertragspunkt nicht behagen, sollte man nicht zögern und einfach einen anderen Anbieter wählen.


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4. Flexibilität

Wie groß die eigene Homepage mal wird, kann man häufig zu Beginn des Projektes nicht absehen. Hoster mit verschiedenen „Paketen“ haben den Vorteil, dass man bei Bedarf das Paket wechseln kann und so Webspace, Domains oder Trafficlimit erhöhen kann. Auch hier lohnt ein Blick in die AGB, in denen beschrieben stehen sollte, wann ein Paketwechsel möglich ist.

Ein Wechsel in ein größeres Paket sollte unproblematisch sein, schwierig wird es meist, wenn man in ein kleineres Paket wechseln möchte. Einige Entscheidungen, wie zum Beispiel welches Betriebssystem genutzt werden soll, müssen jedoch am Anfang getroffen werden. Strukturelle Änderungen sind im Nachhinein meistens nur schwer möglich und sollten daher von Beginn an gut abgewogen werden.

5. Funktionalität

Tipps für den Funktionsumfang sind schwer zu geben, da sie sehr individuell sind. Für das eine Projekt reicht eine Domain mit einem GB Webspace, für das andere Projekt sind nahezu unbegrenzte Ressourcen nötig. Für Anfänger bieten die meisten Anbieter sogenannte Einrichtungsassistenten an.

Wer herkömmliches Hosting nutzen will, kommt nicht daran vorbei, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Ob ein Framework benötigt wird, welche Scriptsprache der User benötigt oder ob gar ein Content Management System benötigt wird, kann letzen Endes nur der Nutzer entscheiden und bei der Auswahl seines Hosting Anbieters mit in Betracht ziehen.

6. Sicherheit

Egal, welcher Funktionsumfang gewählt wird, bei der Sicherheit sollten keine Abstriche gemacht werden. Es gibt unterschiedliche Punkte in Sachen Sicherheit, auf die der Nutzer unbedingt achten sollte.

  • Backups und Datensicherheit
    Sicherheit sollte vor allem im Bereich Datenbackup bestehen. Ein mehrfaches redundantes Datenbackup schützt in jedem Fall vor Datenverlust. Hoster die zudem Informationen über ihr Rechenzentrum preisgeben, sind zudem zu bevorzugen. Dort sollte sich erkennen lassen, wie das Rechenzentrum geschützt ist. Eine sichere Stromversorgung, Brandschutz, Sicherheitstüren oder eine Kontrolle der Luftfeuchtigkeit sind nur einige Sicherheitsfeatures die möglich sind. Nach oben sind in Sachen Sicherheit keine Grenzen gesetzt.
  • Verfügbarkeit
    Eine gute Ausfallsicherheit sollte ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Hosters sein. In den AGB der Anbieter sind erlaubte Ausfallquoten angegeben. Werden diese Quoten nicht eingehalten, sind Zahlungen zurückzuerstatten oder gar Strafen zu zahlen.
  • Datenschutz
    Die Datenschutzerklärung des Anbieters muss eindeutig und gesetzeskonform sein. Zahlungsdaten sollten zudem ausschließlich über eine sichere Verbindung übermittelt werden. Daneben wäre es optimal, wenn die Rechenzentren in Europa stehen, um europäischen Datenschutzrichtlinien zu entsprechen. Spätestens seit dem NSA-Skandal wissen wir, dass alle Daten amerikanischer Server ausspioniert wurden.
  • Stabilität
    Ein großes Projekt sollte man lieber keinem Start-up Hoster mit Kampfpreisen anvertrauen. Bei einem langjährigen Anbieter mit entsprechender Unternehmensgröße kann man sicher sein, dass es ihn auch langfristig noch gibt.

7. Service und Support

Ansprechpartner und ein guter Kundenkontakt sind vor allem für Neulinge im Bereich Webhosting entscheidend. Ein guter Support-Bereich ist jedoch kostenintensiv für den Anbieter. Daher leisten sich zumeist nur große etablierte Hersteller einen teuren Kundensupport.

Wer Wert auf eine gute Kundenbetreuung legt, sollte darauf achten, dass der Hoster per E-Mail, Telefon oder Chat erreichbar ist. Die Reaktionszeit auf Anfragen kann man auch als Nichtkunde schon einmal vorab testen. Ausgelagerte Call-Center braucht niemand, geschulte Mitarbeiter hingegen können meistens schnell weiterhelfen. Anbieter die Testaccounts oder eine Geld-Zurück-Garantie anbieten, sind gerade für Anfänger eine risikofreie Wahl.

(Artikelbild von citirecruitment)


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Timm Hendrich

Timm Hendrich lebt seit 2003 in Berlin und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen in der Musikredaktion von MTV/VIVA und der Redaktion von "The Voice of Germany". Nach einem Zwischenstopp in der Programmplanung von MTV hat er sich 2013 der Online-Redaktion von Netzsieger angeschlossen und betreut seither den Content und redaktionellen Inhalt der Vergleichsplattform Netzsieger.de.

Eine Antwort auf "7 Kriterien, um den richtigen Webhoster zu finden"
  • Hab mittlerweile für meine Fitnessseite schon einige Hoster durchprobiert, darunter Hetzner, 1und1 und All-Ink. von 1und1 kann ich jeden nur Abraten, all-inkl. ist super! Allerdings hab ich bei Hetzner die wenigsten Probleme und der Support ist meistens super.

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