Chancen durch den Einfluss von Social Media

Social Media – Die neue Macht im Internet?

Wenn Du nicht aus der SEO-Branche kommst oder dich nicht aktiv mit Online-Marketing beschäftigst, hast Du vielleicht noch nichts von Social Media gehört. Oder Du hast es zwar schon gelesen und vermutest vielleicht, dass Seiten wie Facebook und Twitter zu Social Media gehören.


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Was aber konkret dahinter steckt, wissen nicht sonderlich viele Internet-Nutzer. Dabei nimmt die Gewichtung bei der Einflussnahme durch das Internet permanent zu. Nicht nur seitens der User, sondern auch Suchmaschinen wie Google haben deren wichtige Stellung längst erkannt.

Sprungmarken:

Was ist Social Media?

Social Media lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  1. Social Media mit dem vorherrschenden Ziel der Kommunikation
  2. Social Media, die zwar zur Kommunikation eingesetzt werden, der Fokus jedoch auf dem Inhalt liegt, welchen die Nutzer erstellen, bearbeiten und miteinander austauschen.

Im Prinzip lässt sich Social Media als eine Gruppe von Internetanwendungen verstehen, die auf den technologischen und ideologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen. Social Media befassen sich, wie es der Name schon verrät, mit dem sozialen Miteinander. Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder Google+ sind ausgesprochen gute Beispiele für Social Medias. Wie kaum eine andere Kategorie von Internet-Seiten verdeutlichen diese sehr schlüssig den sozialen Umgang der Menschen miteinander.

Prinzipiell lassen sich dabei Social Media als solche Seiten zusammenfassen, auf denen Internet-Nutzer in irgendeiner Weise miteinander agieren und kommunizieren. Mittels Theorien aus der Medienforschung und der Sozialforschung wird fortwährend eine Klassifiktation entwickelt, die Social Media in sechs unterschiedliche Gruppen einteilt:


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  1. Kollektivprojekte (z. B. Wikipedia)
  2. Blogs und Mikroblogs (z. B. Twitter)
  3. Content Communities (z. B. YouTube)
  4. Soziale Netzwerke (z. B. Facebook)
  5. MMORPGs bzw. Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel (z. B. World of Warcraft)
  6. soziale virtuelle Welten (z. B. Second Life.)

Google und andere Suchmaschinen interessieren sich für Social Media

Mit Sicherheit ist auch Dir der Hype um Seiten wie Facebook und Google+ in den letzten Monaten nicht entgangen. Entsprechend lässt sich schon erahnen, wie wichtig diese Seiten sein könnten. Alleine Facebook hat über 950 Millionen Nutzer, davon wird vermutlich die Hälfte fast tagtäglich miteinander kommunizieren und sich über alles Mögliche austauschen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Analysten Facebook mittlerweile zur einflussreichsten Website noch vor Google erkoren haben. Hier liegen auch die Interessen von Google.

So ist der Suchmaschinenriese sehr bestrebt seinen Algorithmus zum Festlegen, wie eine Webseite in den Suchergebnissen (SERPS) gerankt wird, an Social Media anzupassen. Und es werden noch weitere wichtige Korrekturen erfolgen. Auf Social Media-Seiten bekommt Google für seine Suchmaschine etwas ganz spezielles geboten – nämlich eine Art freiwilliger Moderation auf nicht manipulierbarer Basis.

Sämtliche Seiten, die Google indiziert hat, müssen per Technik in den Index aufgenommen werden. Mittlerweile werden von Google 20 Milliarden Webseiten am Tag gecrawlt. Müssten Menschen dieser Tätigkeit nachkommen, wäre wohl die Qualität in den Suchergebnissen um einiges besser, aber dafür wäre auch nur ein Bruchteil aller Webseiten bei Google im Index. Und Social Media bieten den Suchmaschinen hier weitere Möglichkeiten.

Die Nutzer reden und schreiben nicht nur einfach miteinander, sie tauschen sich ernsthaft miteinander aus, also auch über andere Internetseiten. Schnell werden rein kommerzielle Webseiten als solche von den Nutzern auf Social Media-Seiten identifiziert und enden als Futter für negative Kritik oder landen im Abseits. Schlimmstenfalls werden rein kommerzielle Websites als Spam bewertet und werden daraufhin vom Seitenbetreiber häufig sogar gelöscht.

Noch kann Google diese Seiten nicht so nutzen, wie man es gerne möchte

Google arbeitet mit Hochdruck daran, sich diese Eigenschaft zunutze zu machen, denn eine bessere und objektivere Bewertung von Seiten kann es gar nicht geben. Wenn Hunderttausende oder gar Millionen von Usern eine Seite für schlecht befinden, muss da etwas dran sein. Das ist einer der Gründe, weshalb die Einbindung und gute Vernetzung durch Social Media so ungeheuer wichtig geworden ist, wenn Du eine Seite bewerben und in den Suchmaschinen hochbringen willst.

Jedoch hat Matt Cutts im August 2012 bestätigt, dass Social Signals bei Google aktuell noch kein Rankingfaktor sind! Denn selbst das soziale Netzwerk von Google wird noch mehrere Jahre benötigen, bis das Plussen ein Rankingfaktor ist. Nachdem Google den Netzwerkgiganten Facebook als auch Twitter nicht mehr crawlen darf und Google+ offensichtlich noch nicht genügend brauchbare Daten liefert, ist Google bei der Auswertung sozialer Signale auch auf Drittanbieter angewiesen, wie z.B. Klout, WeFollow oder Fan Page List.

Je mehr Google über das Social Media-Verhalten einer Person, Blog oder eines Unternehmens weiß, desto eher können Social Signals irgendwann auch als Rankingfaktor herangezogen werden.

Direkter Kontakt zum potenziellen Kunden

Ebenso besteht auf Social Media-Seiten der direkte Kontakt zu den Nutzern der Social Media Dienste. Das bedeutet, Du bist hier immer ganz vorne an vorderster Front dabei. Und nachdem es für nahezu jeden Themenbereich Social Media-Seiten gibt, kannst Du Deine Zielgruppen punktgenau ausmachen und ihnen Deine Marketingmaßnahmen spüren lassen.

Allerdings solltest Du dabei viel Fingerspitzengefühl zeigen und nicht einfach blindlings irgendwelche Kampagnen starten. Gerade in letzter Zeit macht nämlich ein neuartiges Phänomen immer wieder von sich reden: das sogenannte Shit-Storming.

Vorsicht Shit-Storm-Gefahr!

Ein Shit-Storm ist am ehesten als ein kollektiver Wutausbruch zu erklären. Oft reicht es, dass sich nur ein Mitglied über etwas auslässt, was ihm oder ihr an einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung nicht gefallen hat. Finden sich noch einige Gleichgesinnte ein, kann es schnell zu einer Vielzahl von negativen Meinungsäußerungen kommen. Das Gefährliche daran: dadurch werden diese Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen sehr schnell mit etwas Negativem assoziiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob begründet oder nicht.

Doch genauso gut kann sich so die Information über eine Firma, das Produkt oder einen Service positiv verbreiten. Diese Art der Werbung ist viral und wird unwahrscheinlich schnell angeschoben. Die Vorteile: was Freunde gut finden, findet der Leser selbst auch viel schneller gut, als wenn ihm ein Werbebanner suggerieren will, wie gut ein Produkt doch ist.

Social Media sind ein wichtiger Baustein für erfolgreiches SEO & SEM

Eine Strategie, die in Social Media zu durchschlagendem Erfolg führen soll, muss gut durchdacht sein und die User müssen es vor allem wirklich mögen und wollen. Stelle zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle genau die Information zur Verfügung, die ein Interessent benötigt, um für seine Anliegen eine passende Lösung zu finden. Helfe Deinen potentiellen Leser/Kunden in der Qualitätswahrnehmung, im Entscheidungsprozess und in der Bewertung.


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Je besser sich ein Kunde verstanden fühlt und je gezielter und komfortabler die Lösung, desto eher entscheidet er sich für Dich als Anbieter oder Dienstleister und ist bereit, mehr als nur den Like-Button zu drücken.

Beispiele für Social Media-Bausteine

Heutzutage sind Weblogs, Foren, Social Networks, Wikis und Podcasts die wohl verbreitetsten Social-Media-Technologien. Nachfolgend findest Du weitere Social Media-Bausteine:

Artikel

Ein wichtiger Bestandteil besteht in der Erstellung von wertvollen Inhalten und Informationen für Deine Zielgruppe(n). Als Publikationsmedium eignen sich Blogs, PR-Portale oder Social Media Communities, z.B. XING-Gruppen. Speziell Blogs bieten den Lesern die Option zum Mitmachen oder Kommentieren. Im deutschsprachigen Raum gibt es aktuell über 600.000 Blogs, von denen etwa 27.000 eine teilweise beträchtliche Popularität genießen. Blogger sind die Journalisten der Zukunft.

Videos

Videos sind wahre Klickmagneten. Statistisch betrachtet beträgt die Wahrnehmungsdauer bei geteilten Video-Inhalten das 7-Fache eines reinen Text-Inhaltes.

Audio

Audioinhalte sind in vielen Bereichen des Internets eine wertvolle Unterstützung, um wichtigen Content zu transportieren, wie z.B. Podcast, begleitender Ton/Musik auf Websites oder erklärenden Videos und Präsentationen. Vor allem Podcasting ist ein populäres Medium, das zunehmend eine große Anzahl an Smartphone, iPod und Tablet-Besitzern erreicht.

Document-Sharing

Interessante Informationen, wie Tipps, Tricks und Hilfestellungen können als PDF-Dokumente oder PowerPoint-Präsentationen besonders attraktiv aufbereitet werden. Solche Dokumente können über spezielle Plattformen, wie slideshare verbreitet werden.

Kurzmeldungen/Twitter-Themenkanäle

Mikroblogging oder Tweets sind sogenannte Kurznachrichten und Meldungen, die ihren Einsatz in Twitter, RSS-Feeds, Content-Widgets oder ähnlichen Diensten finden. Twitter ist in Deutschland nach wie vor ein Konsum-Medium. Die Mehrzahl der User liest, betrachtet und recherchiert interessante Informationen, statt selbst Content zu produzieren.

Nutze Twitter:

  • Erstelle einen Twitter-Account, welcher sich ausgewählten Themenschwerpunkten widmet.
  • Oder nutze Twitter als gezieltes Service -und Dialog-Instrument.

Zum Mikroblogging eignen sich auch andere soziale Netzwerke, wie z.B. Facebook und Google Plus.

Social Bookmarking

Social Bookmarking ist ein wichtiges Element in SEM/SEO-Strategien. Social Bookmarks sind Lesezeichen, die von mehreren Nutzern im Internet gemeinsam markiert und hinterlegt werden.

Besucher-Chat

Die Anonymität des Internets stellt den Vertrieb vor ein Problem: die nachweisbare Conversion oder Wandlung von Webseitenbesuchern. Ein erfolgreiches Mittel zur Steigerung von Klick- und Traffic-Conversion ist der Einsatz von Chat-Funktionen auf Webseiten.

Apps / Online Games

Eine besondere Qualität von Komfort kann über Software-Applikationen geboten werden, die von der Nische zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eingesetzt werden können. Solche Tools sind insbesondere sehr attraktiv, wenn sie kostenlos angeboten werden. Kostenlose Apps und Online Games lassen sich hervorragend über soziale Medien verbreiten.

Chancen und Risiken

Social Media bietet Unternehmen und Personen sowohl Chancen, als auch Risiken. Schnell kann ein breites Publikum und Etablierung einer dauerhaften digitalen Verbindung zum Kunden bzw. Leser erreicht werden. Nach einem niedrigschwellligen Bekenntnis des Interessenten per Mouseklick erscheinen die Botschaften des Unternehmens regelmäßig auf dem Bildschirm der Zielgruppe.

Kontrollgewinn durch Social Media

So attraktiv Social Media für Online Marketing ist, birgt es bei anscheinlicher Betrachtung auch die Gefahr, außer Kontrolle zu geraten, da die Meinungen im Internet nicht denen des Unternehmens entsprechen müssen. Leicht können dadurch negative Einstellungen im Web dem Image einer Firma oder einer Person schaden. Jedoch wird der Kunde seine Meinung äußern, ob das Unternehmen in Social Media aktiv ist oder nicht. Kontrollverlust besteht hier eher bei Unternehmen, die sich Social Media verweigern, denn sie haben keine Chance auf den Kunden einzugehen.

Social Media wirken in dieser Hinsicht sogar präventiv, denn wer hier bereits einen aktiven Dialog mit seiner treuen Kundschaft bzw. Leserschaft hergestellt hat, erreicht diese auch in der Krise und kann seine Sicht der Dinge darstellen. Zudem kann Social Media für Unternehmen und Personen eine große Chance sein durch Kritik an ihrem Image zu arbeiten.

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Jonathan

Hi, ich bin Jonathan Torke, WordPress-Programmierer. Auf pixeltuner.de blogge ich über Webdesign und Social Media. Außerdem teile ich über Twitter täglich frische Ressourcen für Webdesigner und -Entwickler. Du findest mich auch bei Google+, Facebook und deviantART.

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