Durch gute Keywords zum guten Ranking

SEO Tipps: Leitfaden für die optimale Keyword-Dichte

Wenn sich über qualitative On-Page Suchmaschinenoptimierung oder über die Notwendigkeit der Keyword-Verwendung in Webseiten unterhalten wird, taucht immer wieder der Begriff Keyword-Dichte in den geführten Diskussionen auf. Von den erfolgreichen Top-Bloggern bis hin zu den Blogger-Neulingen ist Keyword-Dichte immer ein Thema, über das heiß diskutiert wird.


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In den folgenden Absätzen geht es darum, Deinen Blick dahingehend zu schärfen, „klassische“ Schlüsselworte in Blogbeiträgen und Webseiten für einen Top-Ranking zu vermeiden. Um die Hochwertigkeit Deiner Text-Qualität zu gewährleisten, solltest Du Dich auf spezifischere Schlüsselwörter konzentrieren, die neugierige Leser nicht nur auf Deinen Artikel lenken, sondern ihn mehr als nur mit Zufriedenheit lesen.

Ein Blogartikel kann nämlich weitaus mehr als nur hochwertigen Lesestoff anzubieten – Er ist Mittel zum Zweck. Um den Erfolg Deiner Webseite oder Deines Blogartikels zu erhöhen, sollte der Zweck das Handeln Deines Lesers zu Deinen Gunsten bestimmen.

Sprungmarken:

Was ist die Keyword-Dichte?

Wenn Du mit diesem Begriff überhaupt nicht Vertraut bist, hier eine kurze Definition: Die Keyworddichte beschreibt die Menge der verwendeten Schlüsselwörter, die in einem Artikel erscheinen. Dieser wird in Prozent dargestellt. Wenn ich also einen Artikel, bestehend aus 100 Wörtern vorliegen habe und mein Schlüsselwort zweimal darin vorkommt, würde die Keyword-Dichte 2% betragen.

Was ist eine ideale Keyword-Dichte?

Dies ist eine Frage, die Matts Cutts, Leiter des Google-Webspam Teams, immer wieder gerne gestellt wird. In folgendem 3-minütigen Video erklärt Matt, dass die Keyword-Dichte allein nicht garantieren kann, ein Top-Ranking zu erhalten. Viele Faktoren spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, wie beispielsweise aktuelle Trends, Regionen, andere Webseiten und deren Rankings und viele mehr:


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Schenkt man vielen autoritären Quellen im Netz Glauben, liegt die ideale Suchwortdichte für einen Artikel zwischen 2% und 4%. Aber das ist nicht immer der Fall, denn es gibt Artikel, die ein gutes Ranking für populäre Keywörter bei Google erhalten, obwohl dessen Keyword-Dichte sehr gering ist – manchmal nur etwa 0,5%. Warum ist das so? Dazu gleich mehr.

Ist die Keyworddichte für Google überhaupt wichtig?

Eine kurze Antwort auf diese Frage ist – ja, sie ist wichtig! Suchmaschinen erkennen Schlüsselwörter in einem Artikel und identifizieren, worüber ein Artikel handelt. Leider glauben viele Webmaster und Blogger, durch eine hohe Keywordverwendung bessere Chancen, gute Ergebnisse in den SERPs (Suchergebnis-Seiten) zu erhalten.

Diese Annahme ist jedoch falsch! Wenn die Anzahl der Schlüsselwörter in einem Artikel einen unnatürlich hohen Wert erreicht (dies ist kein numerischer Wert), sind Suchmaschinen wie Google durchaus in der Lage zu erkennen, dass es sich um künstliche Verwendung von Keywörtern handelt. Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen:

Die Kfz-Versicherung wird immer teurer. Umso mehr lohnt sich der Wechsel zu einer günstigeren Kfz-Versicherung. Die Preisdifferenzen zwischen der einen Kfz-Versicherung zur anderen Kfz-Versicherung sind teilweise enorm. Im Extremfall beträgt der Preisunterschied zwischen der günstigsten Kfz-Versicherung und der teuersten Kfz-Versicherung 412 Prozent. Eine generelle Regel, welche die günstigste Kfz-Versicherung ist, gibt es nicht.

Hast Du das Keyword entlarvt, um das sich der Beispieltext gedreht hat? Wir mögen über diesen Text schmunzeln, doch derart schwache Texte existieren derweilen tatsächlich immernoch im Web. Es ist also anzunehmen, dass durch eine derart hohe Keyword-Verwendung die gute Qualität, die einen Mehrwert für den Leser bietet, schlichtweg fehlt.

Sollten mehr als ein Schlüsselwort in demselben Artikel auftauchen?

Dies ist eine weitere unbeantwortete Frage. Mit mehr als ein bestimmtes Schlüsselwort in einem Artikel, könnte die Texterstellung ein wenig herausfordernd werden, vor allem, wenn der Autor nicht wirklich „gut“ ist. Die Herausforderung besteht beim Erstellen des Textes also darin, mehrere Keywörter in den Text einzuflechten, ohne den Artikel künstlich wirken zu lassen.

Ich glaube, es erfordert einen intensiveren höheren kreativen Denkprozess, einen glaubwürdigen und für Menschen als auch für Suchmaschinen gut lesbaren Artikel zu verfassen, der für mehrere begehrte Keywörter gut gelistet wird. An dieser Stelle vermute ich, dass das Erstellen von SEO-Texten – also Texte, die für den Zweck guter Google-Rankings verfasst werden – dem natürlichen Schreibverhalten ziemlich entgegenwirken. Dennoch glaube ich an Multikeyword-optimierte Texte, die bei Google und Co. für mehrere Schlüsselworte gut gerankt werden.

Short-Tail und Long-Tail-Keywords

Zunächst bedarf es den Unterschied zwischen Long-Tail- und Short-Tail-Keyword zu erklären:

Short-Tail-Keywords

Short-Tail-Keywords sind die Wörter, die in der Regel aus einem bis zwei, in seltenen Fällen auch aus drei Wörtern bestehen.

Beispiele:

  • Geld verdienen
  • Internet-Marketing
  • Abnehmen im Schlaf

Short-Tail-Keywords eignen sich jedoch nicht besonders gut, um Artikel besser in den SERPs zu ranken. Irrtümlicherweise werden sie dennoch immer wieder für zahllose Homepages verwendet.


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Long-Tail-Keywords

Aber die andere Option, die wir haben, ist auf jeden Fall gut geeignet, um Artikel auf die oberen Plätze in den SERPs zu setzen. Die Rede ist von Long-Tail-Keywords. Sie sind das Pendant von Short-Tail-Keywords. Long-Tail-Keywords sind Phrasen oder sogar ganze Sätze.

Beispiele:

  • Wie man mit Twitter Geld verdient
  • Passives Einkommen durch E-Book-Marketing
  • Günstige Kfz-Versicherungen im Preisvergleich

Long-Tail-Keywords sind also umfangreicher und genauer spezifiziert als die Short-Tail-Variante. Der sogenannte Long-Tail (engl. für „langer Schwanz“ oder „langer Ausläufer“) wird in der Umgangssprache oftmals mit „Rattenschwanz“ übersetzt und bezieht sich auf die Visualisierung des Begriffs wie folgendende einfache Grafik darstellt.

Der lange Ausläufer entsteht durch die hohe Zahl an Nischenkeywords, die man bei Longtail-Strategien verwendet. Er bezeichnet längere Keyword-Kombinationen, die vergleichsweise selten von den Suchmaschinennutzern verwendet werden. Short-Tail-Keywords sind dagegen weniger spezifisch und genügen seltener den Anforderungen des Suchanfragenden. Statt der Verwendung von allgemeineren Schlüsselwörtern, zeichnet sich diese Suchabfrage dadurch aus, dass der Anwender konkretere Angaben zum Artikelnamen, Markenamen oder der Beschaffenheit tätigt.

  • So liefert Google beispielsweise für das Keyword „Geld verdienen“ etwa 18,3 Millionen Ergebnisse. Das ist eine ziemlich hohe Konkurrenz. Außerdem gibt es eine unvorstellbar hohe Anzahl an Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Selbst wenn ich mit diesem Keyword einen Platz an der Sonne erhalte, habe ich also noch lange keine Garantie, dass die dadurch gewonnen Besucher schließlich das tun, was ich mit dem optimierten Artikel bewirken möchte. Die Absprungrate durch Short-Tail-Keyword genrierten Traffic ist zudem sehr hoch.
  • Beim Long-Tail-Keyword sieht es dagegen schon etwas anders aus: für die Phrase „Passives Einkommen durch E-Book-Marketing“ zeigt Google mir nur noch etwa 58 Tausend Treffer. Die konkurrierenden Webseiten sind bei diesem Szenario also viel geringer als beim vorigen. Wenn Du Deinen Artikel also für ein Long-Tail-Keyword optimierst, hast Du eine sehr viel höhere Chance, dass der durch Google verursachte Besucherstrom eine geringere Absprungrate zur Folge hat. Denn Diese Besucher werden der Wahrscheinlichkeit nach, höheres Interesse daran haben, was Du durch Deinen Long-Tail-Keyword optimierten Text bezwecken möchtest.
Vorteile von Long-Tail-Keywords
  • weniger Konkurrenz
  • verhältnismäßig wenig SEO-Aufwand, um Top-Rankings zu erhalten
  • gezielter Traffic
  • bessere Conversionrate (Kaufabschlüsse, Downloads, Newsletter abbonieren etc.)
  • geringere Absprungrate


Die Bedeutung von Keywords in den Überschriften des Artikels

Du kennst Sie – H1, H2, H3 bis H6. Suchmaschinen weisen ihnen einen hohen Wert zu. Die Suchmaschinen-Bots durchforsten den HTML-Code Deiner Inhalte. Eine sinnvolle Struktur durch die Verwendung von <h1>, <h2> usw. verhilft Suchmaschinen eine präzise Zusammenfassung Deiner Inhalte zu erhalten. Die meist verwendeten Überschriften sind vermutlich H2 und H3. Und wenn es um die Platzierung von Keywords in den Überschriften geht, kann man nicht vorsichtig genug sein. Hier sind einige Tipps, um Keywords sinnvoll für die Überschriften Deines Textes zu verwenden:

  • Vermeide, Keywords für jede Überschrift zu verwenden
  • Gestalte Deine Überschriften individuell, sodass der Text kein weiteres mal im Artikel vorkommt, außer das Keyword
  • Vermeide, Überschriften zu wiederholen (Denselben H1-Text für nachfolgende H2, H3 usw. )

Mit der richtigen Keyword-Dichte zum guten Ranking

Es gibt viele Faktoren, die das Ranking von Webseiten bestimmen, die Keyword-Dichte ist jedoch nur einer von ihnen. Mit folgenden Tipps wirst Du feststellen können, dass sich Dein Ranking in den SERPs verbessern wird:

  • Wähle immer Long-Tail-Keywords. Short-Tail-Keywords helfen Dir nämlich nicht wirklich dabei, Deine Artikel für gute Ränge zu optimieren.
  • Verwende die Keywords in den Überschriften und im Text, jedoch sparsam und mit Bedacht.
  • Versuche, Dich auf ein Keyword als Long-Tail-Variante für Deinen Text zu reduzieren, anstatt mehrere Keyword-Optimierungen anzuvisieren. Dies hilft Dir, Dich auf das eigentliche Schreiben und auf Deinen natürlichen Schreibflow bei der Texterstellung zu konzentrieren. Auch Suchmaschinen wird das Kernthema dadurch leichter zugänglich.
Schluss

Die Schlussfolgerung ist einfach: um die Qualität Deiner Inhalte hochwertig zu halten, vermeide, Deine Artikel mit Schlüsselwörtern vollzustopfen. Die Keywords sollten definieren, um was es in einem Artikel geht und nicht der Artikel selbst sein.

(Artikelbild von Jan Krömer, CC-Lizenz)

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Jonathan

Hi, ich bin Jonathan Torke, WordPress-Programmierer. Auf pixeltuner.de blogge ich über Webdesign und Social Media. Außerdem teile ich über Twitter täglich frische Ressourcen für Webdesigner und -Entwickler. Du findest mich auch bei Google+, Facebook und deviantART.

11 Antworten auf "SEO Tipps: Leitfaden für die optimale Keyword-Dichte"
  • Meines Erachtens wird die Keywortdichte, vor allem in Hinsicht auf angeblich optimale Prozentwerte, überbewertet. Eine professionelle (?) Webseitenanalyse lieferte uns zu fünf verschiedenen Suchworten die entsprechenden Werte, die in Vergleich zu Seiten von Mitbewerbern kritisch betrachtet wurden. Das Ergebnis war keineswegs schlüssig, denn Seiten mit nicht optimaler Dichte ranken z.T. deutlich besser als solche, bei denen die Dichte das angebliche Optimum erreicht. Fazit: gute, interessante Texte scheinen als solche gut erkannt zu werden. Sind sie dazu noch angenehm formuliert, grammatikalisch und orthographisch korrekt und für den Leser gut strukturiert, dann schätzen Besucher und Suchmaschine sie gleichermaßen.

    • Jonathan

      Hi,

      Danke erst einmal für Dein Kommentar! Aber wie soll ich Dich eigentlich ansprechen – Weingut oder Hans-Jakob? Bitte vermeide, das Namen-Feld für das Branding Deiner Website zweckzuentfremden.Mein Bruder heißt schließlich auch nicht „Kredite Vergleichen“.

      Zum Kommentar: Wie aus dem Artikel zu entnehmen, kommt es nicht nur auf die Dichte des Keywords an, um Top-Rankings zu erhalten. Was unterschieden die Seiten mit nicht optimaler Dichte zu denen, die optimiert waren? Gab es an anderen Stellen wertvolle Hinweise für ein besseres Ranking, trotz schwacher Keyword-Dichte?

      Besten Gruß

  • Moorsau:

    Moin!

    Bin beim Surfen über die Seite gestolpert und wühle mich gerade durch die ganzen Subseiten. Sehr cool, nicht nur spezifisch diese „Keyword“-Seite.

    Heißen Dank also, schön zusammengetragen und schick zusammengeschrieben, sehr hilfreich um mal einen Überblick und neue Suchstichwörter über/zu verschiedene/n Themen zu bekommen.

    Bitte weiterhin Pixel tunen! ;)

    beste Grüße
    Moorsau

  • Hallo Jonathan :-)

    ich bin gerade über diesen Artikel „gestolpert“ und möchte zur Vertiefung des Themas „keyword dichte“ aka „keyword density“ auf diese beiden Artikel von Karl Kratz aufmerksam machen:

    1. http://www.karlkratz.de/onlinemarketing-blog/seo-keyword-density/
    2. https://www.online-marketing.net/termgewichtung/

    Hier wird anschaulich demonstriert, wie es um das Thema steht und hilfreich erklärt wie eine verbesserte Herangehensweise möglich ist.

    Herzliche Grüße,
    Marc

  • Sven:

    Google geht einem mehr und mehr auf den Zeiger, mit den Vorgaben, wie man was zu machen hat, welche Links schaden usw. – wir schreiben unsere Testberichte frei Schnautze, manche scheinen Google zu gefallen, andere nicht. Wir haben für unser junges Magazin (8 Monate alt) scheinbar auch zu schnell zu starke Links wie von PoserXXL & Konsorten erhalten, meinte ein Experte. Interessiert auch nicht weiter. Fotografen Communitys und die vielen Anbieter, die uns verlinken, sorgen für Besucher. Leider gehts nie ganz ohne die Sumas. Aber bei den Artikeln zählt Qualität und die Userfreundlichkeit und nicht was Mama Google in Mountainview davon hält ;-). Die Tendenz deines Artikels, auf Qualität zu setzen, finde ich gut und genau solche Artikel sollten auch oben stehen. Leider ist Webspam und Müll immer noch dominierend…

  • Toni:

    Der Artikel ist zwar ganz interessant, jedoch fehlen mir neue Informationen zu dem Thema. Insofern wäre er etwas ergänzungswürdig.

    Die Infos, die man bekommt passen aber schon, vor allem für Leute, die gerade jetzt das Thema „Keywords“ aufnehmen und schaun, was man so machen kann.

  • Lieber Jonathan,

    vielen Dank für den schönen Artikel! Deine long-tail Keywordkombinationen laden zum Weiterdenken ein. Es macht großen Spaß, seine Suchbegriffe immer weiter zu definieren. Ich habe beispielsweise einen augenzwinkernden Artikel über meine Erfahrungen mit WDF*IDF Tools geschrieben.
    Für WDF*IDF ranke ich bei Google nun aktuell auf Platz 15, wobei es da sicherlich noch Optimierungspotenzial gibt.
    Für WDF*IDF Tool bin ich schon auf Platz 5. Und für WDF*IDF Tool kostenlos auf Platz 3.
    Mit WDF*IDF Tools kostenlos komme ich sogar auf Platz 2.

    Das Prinzip funktioniert also hervorragend. Jetzt liegt es an den Feineinstellungen, ob ein weiterer Aufstieg möglich ist.

    Herzlich, Deine

    Granat On

  • Hallo,

    sehr gut. Hilfreich wäre noch, wenn man die Dichte ermittelt welcher Text zählt?

    Sind das title-Attribute bei Bilder oder im Title?

    Hoffe mir kann jemand weiter helfen!

  • Bin bei der Suche nach der optimalen Keyworddichte auf diesen etwas älteren Artikel gestoßen, der sehr verständlich und nochvollziehbar geschrieben ist. Danke dafür. Da ich die Inhalte nach wie vor aktuell finde und nichts Gleichwertiges finden konnte, habe ich ihn prompt verlinkt. ;)

    Dass einige Webseitenbetreiber noch immer nicht begriffen haben, wie SEO-optimierte Texte auszusehen haben, zeigt dieser Erfahrungsbericht, der auch als Satire durchgehen könnte.
    http://zaubertraumtagebuch.blogspot.de/2015/05/albtraum-eines-texters.html

    Viele Grüße, Claudia G. (Dienstwerk)

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